Die Aktion


Eine ganze Reihe von Funkamateuren möchten mit der Aktion an die ingenieurtechnische Leistung erinnern.
Dazu gehören Mitglieder der Flieger-Funk-Runde e.V. , Mitglieder der OV’s Dessau, ZAB Dessau und viele andere YL’s und OM’s.
6 Sonderstationen mit dem Präfix DF13 symbolisieren das ehemalige Dessauer Junkerswerk und die 5 Orte, an denen sich noch originale Junkers F 13 befinden.

D F13 DEJU       D F13 BUD       D F13 PAR       D F13 STO       D F13 MUC       D F13 BLN


D F13 DEJU – symbolisiert das Dessauer Junkerswerk

Quelle: Technikmuseum „Hugo Junkers“

Hier wurden die Junkers F 13 konstruiert, gebaut und getestet. Heute befindet sich auf dem Gelände das Technikmuseum „Hugo Junkers“.

In der Ausstellung ist ein Nachbau der Junkers F 13 zu sehen.

 


D F13 BUD – symbolisiert die F 13 im Közlekedési Múzeum, Budapest.
Werknummer 574, Baujahr 1920

Diese F 13 ist Teil der ungarischen Geschichte. Im Sommer 1921 lieferten die Junkers

Quelle: Közlekedési Múzeum Budapest

Flugzeug- und Motorenwerke dem Luftfahrtunternehmen Ad Astra Swiss ein CH-59-registriertes Land- und ein CH-66-registriertes Wasserflugzeug zum Testen aus.  Bedingung  war, dass die Flugzeuge bis zu ihrem Kauf der Ausbildung von Ad Astra-Piloten dienen. W. Zimmermann war als Instructor-Pilot in die Schweiz geschickt worden, um die Flugzeuge bis zur Bezahlung des Kaufpreises zu verantworten. Das Flugzeug CH-59 (Produktionsnummer 574) katapultierte die Firma Ad Astra auf die Titelseiten der internationalen Presse. Der abgesetzte habsburgische

Quelle: Közlekedési Múzeum Budapest

König von Ungarn, Karl IV., der zu der Zeit in der Schweiz geblieben war, flog am 20. Oktober 1921 mit der CH-59 nach Ungarn, um die Macht des Regenten Miklós Horthy durch einen militärischen Putsch zu übernehmen. Das Flugzeug wurde von der Firma Ad Astra gemietet und der Pilot Zimmermann war an dem Plan beteiligt. Das königliche Paar, der Sekretär des Königs und zwei ungarische Luftwaffenoffiziere landeten nach einigen Stunden Flugzeit in Dénesfa. Der Putschversuch wurde niedergeschlagen. König Karl IV und seine Gefährten wurden von den Alliierten auf die Insel Madeira verbannt.

Quelle: Közlekedési Múzeum Budapest

Die ungarische Regierung beschlagnahmte das Flugzeug. Später (1932) wurde das historische Flugzeug dem Verkehrsmuseum in Budapest übergeben. Dies ist das weltweit einzige Flugzeug aus der ersten Serienproduktion der F 13, das in perfektem Zustand erhalten ist. Auf dem Rumpf ist die CH-59-Registrierung und auf den Flügeln CH-66 zu sehen. Die Flügel der CH-59, die in Lugano bei einem Hangarfeuer zerstört wurden, sind durch die Flügel des Wasserflugzeugs CH-66 ersetzt wurden.

Wegen Umbau- und Restaurationsarbeiten ist das Flugzeug zur Zeit nicht zu besichtigen.


D F13 PAR – symbolisiert die F 13 im Musée de l’Air et de l’Espace bei Paris.
Werknummer 609, Baujahr 1920

Quelle: © Karsten Palt flugzeuginfo.net

Der Erstflug fand am 22. November 1920 statt. Dieses Flugzeug war dann in Holland beheimatet.

Sie ist eine der sieben F 13, die 1921 als Reparationsleistung an Frankreich geliefert worden.

 


D F13 STO – symbolisiert die F 13 im Tekniska museet in Stockholm.
Werknummer 715 „Schleiereule“, Baujahr 1923

Quelle: Tekniska museet Stockholm

Dieses Flugzeug  wurde 1923 von ABA, AB Aerotransport erworben. Die erste Hälfte des Jahres 1923 flog dies mit der deutschen Registrierung D 343 „Schliervogel“ und wurde als S-AAAC 1924 registriert. Die Kabine wurde 1926 für Postflüge umgebaut und wurde das erste fliegende Postfach der Welt, mit Briefkasten und einem „Postboten“. Die Tragfähigkeit betrug dann 2,3 Tonnen.

Quelle: Tekniska museet Stockholm

Die Registrierung des Flugzeugs wurde 1929 in SE-AAC geändert. Die gesamte Flugentfernung im ABAs-Dienst betrug 334600 km, die Gesamtflugzeit betrug 2147 Stunden. Das Flugzeug wurde 1935 von AB Aerotransport in Stockholm an das Museum übergeben und vor dem Museumsgebäude ausgestellt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Flugzeug in das Museum gebracht, dann aber umgesiedelt. Es wurde von SAS 1956 und 1968 restauriert.


D F13 MUC – symbolisiert die F 13 im Deutschen Museum München
Werknummer 2018  oder 2019, Baujahr 1926 und 1927

Quelle: Deutsches Museum München

Das in München ausgestellte Flugzeug wurde an den afghanischen König Aman Ullah verkauft. Noch während der ersten Erprobungsflüge bricht in Afghanistan eine Revolution aus. Die Königsfamilie flieht aus dem Land, und das Flugzeug bleibt auf dem Flugplatz in Kabul stehen. Erst 1937 machen deutsche Betreuer bei der afghanischen Luftwaffe das Flugzeug für Schulungszwecke wieder flugfähig. Kurt H. Weil, in den 30er Jahren ein leitender

Quelle: Deutsches Museum München

Konstrukteur bei Junkers, kommt in den 60er Jahren als Professor an die Universität Kabul. Er entdeckt 1968 den beschädigten Rumpf einer F 13 auf einem Schrottplatz. 1969 schenkt die afghanische Regierung das alte Junkers-Flugzeug dem Deutschen Museum.

Seit 1984 ist die F 13 in der neu eröffneten Luftfahrthalle des Deutschen Museums ausgestellt.

 


D F13 BLN – symbolisiert die F 13 im Deutschen Technikmuseum Berlin.
Werknummer 2050 „Königsgeier“, Baujahr 1930

Die Junkers F 13 während der Restaurierung
in Ungarn. ©SDTB / Foto: Triesch

Das Flugzeug war beim Unternehmen Air Land Manufacturing in Vancouver eingesetzt und wechselte im Mai 1933 den Besitzer (Firma/Person ist nicht bekannt). Am 23. Juli 1933 stürzte die F 13 nach Baumberührung ab. Die vier Insassen überlebten den Unfall mit leichten Verletzungen. 1981 wurde das Wrack vom Western Canada Aviation Museum geborgen und kam als Leihgabe im Jahr 2005 in das Deutsche Technikmuseum nach Berlin.

Zurzeit wird es im Auftrag des Deutschen Technikmuseums in Ungarn restauriert und voraussichtlich im Herbst 2019 wieder in Berlin sein. Das Museum prüft derzeit, in welchem Rahmen es danach präsentiert werden kann.

Mehr Informationen zu dem Restaurierungsprojekt finden Sie hier: https://sdtb.de/technikmuseum/ausstellungen/787/